| "Ratschläge für Kleingärtner"
Wer einen Garten erwerben will, sollte eine kräftige Frau an der Hand
haben.
Die Größe des Gartens richtet sich nach der Arbeitskraft der Frau.
Ein Garten sollte übersichtlich sein, das heißt: vom Standort des
Liegestuhls sollte man seine Frau in jeder Ecke des Gartens bei der Arbeit
beobachten können.
Sollte es sich nicht vermeiden lassen, einmal selbst Hand anzulegen, dann
ist folgendes zu beachten:
Die Arbeit sollte Erholung sein, jede Anstrengung ist zu vermeiden.
Wer bei der Arbeit schwitzt hat etwas falsch gemacht.
Der Beginn der Arbeit ist dem Kleingärtner freigestellt, sie sollte jedoch
nicht vor 10 Uhr beginnen.
Vor jeder Tätigkeit ist bei Einnahme einiger Bierchen zu überlegen, ob es
nicht ohne Arbeit geht. Viele Sachen erledigen sich bekanntlich durch
liegen lassen.
Bei der Beschäftigung im Garten ist nach 5 Minuten schweren Schaffens eine
Zigarettenpause einzulegen.
Die Mittagspause von 12 bis 15 Uhr ist unbedingt einzuhalten.
Nach 15 Uhr lohnt es sich nicht mehr weiter zu machen: denn es ist
Kaffeepause.
Nach dem Kaffee sollte man sich von anderen Gartenfreunden oder auch der
eigenen Familie bewundern lassen.
Ferner sollte man versuchen, einen Schuldigen zu finden, der für die viele
Arbeit und die Misserfolge verantwortlich ist.
Anschließend beginnt die wichtigste Aufgabe des Kleingärtners, das
Anschmeißen des Holzkohlengrills.
Beim Grillen und diversen Getränken kann sich der Kleingärtner von so
einem schweren Arbeitstag am besten erholen.
Denn der Sinn eines Kleingärtners ist ja die Erholung.
Quelle: GV "Herrenhorst1988" e.V. 8/98
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